Er ist zehn, als in der DDR die Revolution ausbricht. Während sich viele nach Freiheit …
noch ein Roman über die Entwicklung rechtsradikaler Gewalt im Osten Deutschlands Anfang der 90er Jahre. Das scheint grad ein Thema zu sein... Für mich auf jeden Fall. Leider auch eine Reise in meine eigene frühe Jugend.
"Die letzte Kosmonautin" ist der neue Science-Fiction-Thriller von Brandon Q. Morris. Wir schreiben das Jahr …
DDR Ende der 20er Jahre
4 stars
Anfangs war ich ein bißchen von den vielen DDR Klischees genervt, so als wäre es nach 40 Jahren immernoch so wie in den 1980ern. Aber irgendwann nimmt der Roman an Fahrt auf und der Hintergrund verblasst vor der spannenden Story. Cooles Buch, spannend und unterhaltsam. Schöne Idee einen Science Fiktion Roman in der DDREnde der 2020er Jahre anzusiedeln.
Ein Satz, der wie eine Selbstverständlichkeit klingt - «Ich bin Linus» -, doch er teilt …
Ich bin Linus
4 stars
Linus Giese erzählt über sein Coming Out als trans Mann. Darüber, wie schwer und wie befreiend es ist, über unterstütende aber auch über schlimme Reaktionen der Gesellschaft. Das Buch liest sich sehr gut, es ist sehr persönlich geschrieben. Er schreibt aus seinem Leben und berichtet nicht nur über die schönen Dinge, die ihm zugestoßen sind. Wir lesen von verbaler und psychischer Gewalt und Bedrohungen, die er erfahren musste. Wir lesen aber auch von Solidarität und echtem Mitgefühl und Freundschaft. Ich glaube, dass Linus Giese das Buch auch geschrieben hat, um Anderen ihr Coming Out und die Beschäftigung mit ihrem Ich zu erleichtern. Wenn du also in einer solchen Situation steckst, solltest Du das Buch lesen. Es richtet sich aber auch an die Menschen, die bislang wenig oder nicht mit trans Menschen in Kontakt gekommen sind. Der Autor macht deutlich, wie wichtig Solidarität mit Angehörigen marginalisierter Gruppen ist.
Linus Giese erzählt über sein Coming Out als trans Mann. Darüber, wie schwer und wie befreiend es ist, über unterstütende aber auch über schlimme Reaktionen der Gesellschaft.
Das Buch liest sich sehr gut, es ist sehr persönlich geschrieben. Er schreibt aus seinem Leben und berichtet nicht nur über die schönen Dinge, die ihm zugestoßen sind. Wir lesen von verbaler und psychischer Gewalt und Bedrohungen, die er erfahren musste. Wir lesen aber auch von Solidarität und echtem Mitgefühl und Freundschaft.
Ich glaube, dass Linus Giese das Buch auch geschrieben hat, um Anderen ihr Coming Out und die Beschäftigung mit ihrem Ich zu erleichtern. Wenn du also in einer solchen Situation steckst, solltest Du das Buch lesen. Es richtet sich aber auch an die Menschen, die bislang wenig oder nicht mit trans Menschen in Kontakt gekommen sind. Der Autor macht deutlich, wie wichtig Solidarität mit Angehörigen marginalisierter Gruppen ist.
Bullshit Jobs: A Theory is a 2018 book by anthropologist David Graeber that argues the …
Bullshitjobs und schlechtbezahlte nützliche Jobs
4 stars
David Graeber fragt sich, warum in einer kapitalistischen Gesellschaft so viele Jobs entstehen können, die offenbar keinen Sinn ergeben, wirtschaftliche unnötig sind und die Menschen, die dort arbeiten müssen, unglücklich machen. Eine Antwort hat er eigentlich nicht. Das Buch ist dennoch eine sehr gute Auseinandersetzung mit der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft. Einige Kapitel lang wird die sehr interessante und wichtige Frage erörtert, warum gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeiten im Gegensatz zu unnützen oder schädlichen Tätigkeiten so schlecht bezahlt werden. Als Lösungsvorschlag präsentiert Graeber das bedingungslose Grundeinkommen. Naja, das war etwas einfallslos, aber gut. Warum nicht. Es lohnt sich auf jeden Fall, seine Denkanstöße weiterzudenken. Vielleicht fällt „uns“ ja noch was besseres ein.
David Graeber fragt sich, warum in einer kapitalistischen Gesellschaft so viele Jobs entstehen können, die offenbar keinen Sinn ergeben, wirtschaftliche unnötig sind und die Menschen, die dort arbeiten müssen, unglücklich machen. Eine Antwort hat er eigentlich nicht. Das Buch ist dennoch eine sehr gute Auseinandersetzung mit der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft. Einige Kapitel lang wird die sehr interessante und wichtige Frage erörtert, warum gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeiten im Gegensatz zu unnützen oder schädlichen Tätigkeiten so schlecht bezahlt werden.
Als Lösungsvorschlag präsentiert Graeber das bedingungslose Grundeinkommen. Naja, das war etwas einfallslos, aber gut. Warum nicht. Es lohnt sich auf jeden Fall, seine Denkanstöße weiterzudenken. Vielleicht fällt „uns“ ja noch was besseres ein.
Das Buch war eine schöne Urlaubslektüre, leicht zu Lesen, fluffig, vielleicht sogar ein bißchen langweilig, wie ein Nachmittag am Strand. An manchen Stellen schwafelt der Erzähler für meinen Geschmack zu viel, dann ließt sich das Buch wie ein Reiseführer über die Bretagne. Aber das ist auch irgendwie das Thema des Buchs.
Urlaub in der Bretagne. Ein Freund hat mir die Urlaubslektüre gegeben. So weit ein schöner, leichter Krimi. Passend zur Landschaft und zum Urlaubsgefühl.
Ein sehr wahres Buch über eine Jugend in den 90ern in Brandenburg. Vieles was die Autorin beschreibt ist mir leider allzu bekannt: wie Freunde plötzlich zu Nazis werden, wie sich die ganze Elterngeneration abkoppelt weil alles zu kompliziert scheint, wie die Gesellschaft sich auflöst und neu zusammensetzt. Tanzen in der Dorfdisco, wer nicht rechts ist, ist links. Du wirst zum Antifaschisten nicht aus Ideologie, sondern aus Notwenigkeit, purer Selbstverteidigung. Das Buch ist leider wieder Brandaktuell. Nicht nur in Brandenburg.
Ein sehr wahres Buch über eine Jugend in den 90ern in Brandenburg. Vieles was die Autorin beschreibt ist mir leider allzu bekannt: wie Freunde plötzlich zu Nazis werden, wie sich die ganze Elterngeneration abkoppelt weil alles zu kompliziert scheint, wie die Gesellschaft sich auflöst und neu zusammensetzt. Tanzen in der Dorfdisco, wer nicht rechts ist, ist links. Du wirst zum Antifaschisten nicht aus Ideologie, sondern aus Notwenigkeit, purer Selbstverteidigung. Das Buch ist leider wieder Brandaktuell. Nicht nur in Brandenburg.
Das erste Buch von Manja Präkels, "Als ich mit Hitlers Schnapskirschen aß", hat mich sehr berührt. Deshalb möchte ich mehr von ihr Lesen, auch wenn es diesmal eine Essay-Sammlung ist und kein Roman.
Das erste Buch von Manja Präkels, "Als ich mit Hitlers Schnapskirschen aß", hat mich sehr berührt. Deshalb möchte ich mehr von ihr Lesen, auch wenn es diesmal eine Essay-Sammlung ist und kein Roman.
The first of William Gibson's 'Sprawl' trilogy, Neuromancer is the classic cyberpunk novel.
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nee ich hab mich ziemlich weit durchgekämpft durch diesen Cyberpunk-Klassiker, aber ich komme einfach nicht klar mit dem Stil, den Beschreibungen, der Sprache... Keine Ahnung. Es wird sehr viel beschrieben, die Handlung ist dagegen eher knapp. Eigentlich hätte ich gerne gewusst, wie es ausgeht, aber mich bis dahin durchzuschlagen, dafür fehlt mir der Elan...