Reviews and Comments

mischk

mischk@wyrms.de

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Benjamin von Stuckrad-Barre: Panikherz (Paperback, 2017, Kiepenheuer & Witsch GmbH) 4 stars

mja, Benjamin, kann man lesen...

3 stars

Ich habe das Buch mal auf der Straße gefunden, anschließend lag es dann ewigkeiten in meinem Bücherregal. Letztens ist mein E-Book-Reader kaputt gegangen, und da ich etwas zum lesen suchte, habe ich "Panikherz" in die Hand genommen. Ja, es ist ein in Teilen spannendes und auch unterhaltsames Buch. Der Autor beschreibt seine Drogensucht sehr eindrücklich, und auch sehr realistisch mit allen brutalen Abstürzen, aber auch mit der unendlichen Sehnsucht, die zweifellos ein Grund für Konsum ist. Das ist interessant und ich habe mich hier durchaus wiedergefunden. Ansosnten ist Stuckrad-Barre bei mir nicht gerade ein Sympathieträger, das Buch versöhnt mich zwar ein bißchen, wor allem auch weil es so viele Verweise zu anderen Werken hat, dass ich - neugierig wie ich bin - erstmal eine lange Lese.- und Musikhörliste bekommen habe. Aber er lebt halt auch in einer völlig anderen Welt, in der man Monatelang in einem Hotelzimmer wohnen kann ohne …

Ulla Lenze: Der Empfänger (deutsch language) 4 stars

Ein deutscher Auswanderer in New York – im Spionagenetzwerk der deutschen Abwehr Ulla Lenze legt …

Der Empfänger

4 stars

Der deutsche Auswanderer Joseph schlägt sich in New York mit einem Job für eine Flugblatt-Druckerei durch. Hier werden Flugblätter für radikale politische und religiöse Gruppierungen gedruckt und verteilt. Über seinen Job kommt er in Konktakt mit deutschen Nationalsozialisten und trotzdem er die Taten und Ideen der Nazis nicht gutheißt, lässt er sich auf ein Geschäft mit ihnen ein - auch um der Armut und dem Knochenjob zu entkommen. Als Funkamateur soll er verschlüsselte Nachrichten nach Deutschland schicken. Ihm wird nach und nach bewusst, dass er für eine Nazi-Terroristen arbeitet, aber es ist bereits zu spät. Er hat Schuld auf sich geladen und diese wird er nicht mehr los. Eine spannende Geschichte um eine dumme Entscheidung und um die unfähigkteit Haltung zu zeigen, aus Angst vor persönlichen Konsequenzen. Ein Buch darüber, wie ein Täter sich vor sich selbst rechtfertigt, sich zum Opfer macht.

finished reading Identitti by Mithu M. Sanyal

Mithu M. Sanyal: Identitti (Hardcover, German language, 2021, Carl Hanser Verlag) 4 stars

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die …

Die Autorin folgt einer interessanten Idee, aber letztlich wird das Buch immer blöder und lächerlicher. Mir hat es irgendwann keinen Spaß mehr gemacht und ich habe aufgehört zu lesen. Sry

Oyinkan Braithwaite: Meine Schwester, die Serienmörderin (German language, 2020, Blumenbar) 4 stars

"Ein Granatenbuch: scharf, explosiv, wahnsinnig komisch" (New York Times Book Review) - und ein Nummer-1-Sunday-Times-Bestseller …

Spannend und unterhaltsam

5 stars

Der Titel hält was er verspricht, bereits am Anfang wird die Leser*in in einen Mord hineingezogen. Ab diesem Moment leidet sie mit der Protagonistin mit, die zwischen Liebe und Loyalität zu ihrer Schwester und Eifersucht und Wut hin und hergerissen ist. Ich fand den Roman mega spannend und interessant.

Hengameh Yaghoobifarah: Ministerium der Träume (2021, Aufbau Verlag) 4 stars

Als die Polizei vor ihrer Tür steht, bricht für Nas eine Welt zusammen: ihre Schwester …

Spannend und sehr unterhaltsam

4 stars

Nas kommt als Kind mit ihrer Schwester und ihrer Mutter aus dem Iran nach Deutschland. Mittlerweile lebt sie in Berlin und arbeitet in einer queeren Bar. Als ihre Schwester plötzlich bei einem Unfall stirbt, kommt ihr Leben ins Wanken: sie erbt das Sorgerecht für ihre Nichte und irgendwas scheint mit dem Unfall nicht zu stimmen. Während sie sich auf die Suche nach Erklärungen macht, begegnet sie ihrer verdrängten Jugend. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite. Nebenbei wird von der Lebenswelt der migrantischen Familie und dem Aufwachsen im rassistischen Deutschland erzählt.

Ein Chemielaborant, der in einem überalterten Dorf im Harz nach der Liebe sucht - und …

Sorry ich fands eher so meh

2 stars

Naja das Buch liest sich Streckenweise als hätte es der Autor einfach so hingeschrieben ohne richtig eine Idee zu haben. Die erste Geschichte fühlt sich noch so an, als könnte daraus ein spannender Roman werden. Aber sie endet einfach, genauso wie die zwei weiteren, die noch unmotiviert er dahinplätschern. In einer Art Nachwort erklärt der Autor dann auch, dass eben alles einfach passiert und keine Geschichte ist unbedingt. Bezieht sich allerdings auf das Leben außerhalb von Romanen. Warum man das jetzt zwischen Buchdeckel quetschen muss, keine Ahnung.

Fazit: kann man schon Lesen, wenn nichts spannenderes da ist...

Svenja Gräfen: Radikale Selbstfürsorge. Jetzt!: Eine feministische Perspektive (german language, Eden Books) 3 stars

Svenja Gräfen hielt Self-Care lange für egoistisch, unsolidarisch und allem voran für ein falsches Versprechen …

Yogamatten raus

3 stars

Erwartungsgemäß bietet Svenja Gräfen auch kein Patentlösung, wie man trotz all der krassen Entwicklungen in der Welt, trotz all den Drucks etwas tun zu wollen aber nicht zu können, trotz all der Hilflosigkeit und Überforderung noch gesund bleiben kann. Aber sie fasst ganz gut zusammen, was helfen könnte und begründet, warum Selbstfürsorge kein egoistisches optimierungskonzept sein muss, sondern durchaus sinnvolle solidarische Praxis sein kann. Also holt die Yogamatten raus, oder whatever. Hauptsache ihr macht euch bei allem Aktivismus nicht selber fertig, denn nichts ist weniger hilfreich für progressive gesellschaftliche Veränderungen, als ausgebrannte Aktivistis.

Daniel Schulz: Wir waren wie Brüder (Hardcover, 2022, Hanser Berlin) 5 stars

Er ist zehn, als in der DDR die Revolution ausbricht. Während sich viele nach Freiheit …

Jugend in den 90ern in Brandenburg

5 stars

Der Autor beschreibt eine Jugend nach der Wende, in einer Zeit in der unsere Eltern uns heranwachsenden keine Orientierung bieten konnten, und wir Halt in Cliquen, in Dorfdiskos, auf Parkplätzen oder am Baggersee suchten und nicht fanden. Unsere Freunde wurden zu Nazis, und wir selbst verloren die Bezüge und waren am Ende froh, nach Berlin, Leipzig oder Hamburg fliehen zu können.