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reading tofu

tofuwabohu@wyrms.de

Joined 7 months, 1 week ago

German and English reading, commenting in the book's language

He/Er

Avatar is the planet Annarres from Ursula Le Guin's "The Dispossessed", drawn by Markus Weber

Also on Mastodon at @tofuwabohu@subversive.zone and some more places.

2021 Reading Goal

Success! reading tofu has read 20 of 12 books.

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Kriminalität (Paperback, German language, 2021, Anarchistische Gruppe Dortmund) No rating

Obwohl die Beispiele sehr spezifisch für den US-amerikanischen Kontext sind, zeigt Peter Gelderloos mit einer …

📗️ Neuerwerbung der Gustav-Landauer-Bibliothek Witten:

Peter Gelderloos:

Kriminalität

Beispiele für Gesellschaften ohne Polizei

Obwohl die Beispiele sehr spezifisch für den US-amerikanischen Kontext sind, zeigt Peter Gelderloos mit einer leicht verständlichen Sprache, anhand von vielen lebendigen Beispielen, auch für den deutschsprachigen Kontext wie Gerechtigkeit und Frieden gerade ohne den Staat hergestellt werden kann.

Empfehlenswert für alle die sich mit Strafe, Gefängnissen und transformativer Gerechtigkeit beschäftigen.

openlibrary.org/books/OL35284736M

inventaire.io/entity/inv:0d61b3ac0481ecb9626eb42ea7477b6c

ildb.nadir.org/278180.html

📚🏴️👮️🚔️ @PeterGelderloos@mastodon.online

Im Nachhinein hätte ich lieber die Originalversion gelesen, die Übersetzung war zwar ok, die ebook-Version aber ziemlich zerschossen. Dazu kamen teilweise nervige/unnötige Kommentare der Übersetzer•innen, deren Vorwort würde ich überspringen und erst im Nachhinein als Kommentar lesen. Die Fußnoten wirkten gut recherchiert und informativ, waren aber durch die kaputte Formatierung während des Lesens nicht wirklich zugänglich und standen dadurch quasi als eigenes Kapitel für sich. (Bezieht sich auf die deutsche Version die in der Anarchist Library verfügbar ist)

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German Rule, African Subjects (2020, Berghahn Books) No rating

Although it lasted only thirty years, German colonial rule dramatically transformed South West Africa. The …

For the first time in the history of the Federal Republic of Germany, the task of subjecting the colonial legacy to reappraisal has even been adopted as an element of government policy: the programme of the fourth Merkel government states that ‘it is part of the fundamental democratic consensus in Germany that the Nazi reign of terror, the SED dictatorship and Germany’s colonial history need to be reappraised and come to terms with’.

Despite this, the debate is concentrated on a narrow range of topics: for example, war crimes and genocide, and whether particular objects in museums were legally acquired. That colonialism in itself was structurally criminal gets lost sight of. For it is indeed the case that not merely were crimes committed under colonialism, as is generally conceded, but rather that colonialism itself is criminal. There is a distinct lack of awareness of this.

A favourite method of approaching the issue is to draw up a balance sheet: aspects of colonialism that are considered to have been positive – the ‘civilizatory achievements’ – are set off against the excessively violent episodes. In this way, war crimes are transformed into exceptional events: the genocide committed against the Herero and Nama, for example, is above all laid at the door of the commanding general, Lothar von Trotha. This is alarmingly reminiscent of the strategy with which German colonial offcials sought to justify particularly brutal events in German South West Africa, as is depicted in my book. The blame always lay only with individuals; nobody called the racist colonial system itself into question. Pointing the finger at individuals who bore a particular degree of blame serves to push the structurally racist and structurally criminal nature of colonialism into the background.

German Rule, African Subjects by ,

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reviewed Abolish Work

Sep 4 Public

Abolish Work (Paperback, 2014) 5 stars

Available for the first time in a single volume, the two influential and well-circulated pamphlets …

As a hospitality industry worker

5 stars

I wasn't expecting to be so mindblowned by it. I've learnt many things and understood better many others. This is a short and necessary reading for everyone. And for you in particular. Yes, you.

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Queer: Eine illustrierte Geschichte (German language) 5 stars

In Form eines Sachcomics erzählen die Autorinnen über die Entstehung von Queer-Theorie und LGBTQ …

Take Home Messages von "Queer: Eine illustrierte Geschichte"

5 stars

  • Identitäten sollten auf Praktiken/Handlungen basieren, und nicht auf einem vermeintlich unveränderlichen, gar angeborenen Eigenschaften/Wesen.
  • Es gilt Normativitäten in Frage zu stellen: Wer gilt als normal, wer als abweichend?
  • (vermeintliche) Gegensatzpaare (wie z.B. Homo-Hetero, Mensch-Tier, Mann-Frau, lieb-böse, gut-schlecht) bieten oft nur eine unzureichende Kritik am "Normal"-Zustand und lassen alle Menschen außen vor, die sich nicht in diesen Gegensatzpaaren widerfinden.
  • Eine Deutungsweise von "queer" ist: Queer ist eine Praxis/Handlungs-/Denkweise, keine Identität

Mein Fazit: Für mich wirken Queer-Theorien als agil und anpassungsfähig.

Spannend ist für mich die Frage, wie sich die queere Kritik an Identitäten zu BIPoC verhält. Queer-Theorien wurden ja auch von Kimberlé Crenshaw, Audre Lorde, bell hooks beeinflusst, doch von Kritik an Identitäten lese ich nur im Zusammenhang von Geschlecht und Sexualität.

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Politisch aktiv sein und bleiben (Paperback, Unrast Verlag) 4 stars

Die politischen und persönlichen Herausforderungen nehmen für engagierte Menschen stetig zu. Wie können wir – …

Auch wenn es vielen Aktivist*innen zuwider ist, sich mit materieller Sicherheit bzw. einem Einkommen zu beschäftigen, ist dies für ein langfristiges Engagement dennoch notwendig. Hier werden wir existenziell mit unseren Abhängigkeiten von unserer Familie, dem Staat und dem industriellen Kapitalismus konfrontiert. Konsumverzicht, freiwillige Armut und Genügsamkeit können den Bewegungsspielraum im Käfig erhöhen, ihn aber nicht abschaffen [...] Die langfristige Herausforderung besteht meines Erachtens darin, ein ausreichendes Einkommen mit einer sinnvollen Tätigkeit und einer passenden Aufgabenstellung zu erwirtschaften, die weder Menschen noch andere Lebewesen verletzt oder ausbeutet und zudem ausreichend Freiraum und Zeit für politisches Engagement lässt. Dies muss nicht von heute auf morgen geschehen, aber sich diesem Ziel Stück für Stück zu nähern, stabilisiert.

Politisch aktiv sein und bleiben by

Das ist ein Thema mit dem ich mich schon lange herumschlage und erst langsam meinen Frieden finde. Es fühlt sich so schlecht an, entweder von Staat oder Kapital existenziell abhängig zu sein und immer wie ein schlechter Kompromiss, wie zu viel Zeit die verloren geht und zu viel Energie die ich investiere, zu viel Bequemlichkeit und Lebensstandard an die ich mich gewöhne, eine schleichende Korruption. Wenn ich dann andere politisch aktive Menschen sehe die von H4 oder kleinen Gelegenheitsjobs leben dann denke ich manchmal - wie viel konsequenter! Nur weiß ich dass so ein prekäres Leben auch ganz schön viel Energie und Aufmerksamkeit erfordert, und die ganze Zeit ein wenig an den Menschen nagt. Is es das wert? Bin da auf jeden Fall noch bei keinem Schluss angekommen.