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Thomas Neubauer (books)

groberschnitzer@wyrms.de

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Ich lese hauptsächlich Science Fiction und Sachbücher zum Thema Ernährung, Gesellschaft und teilweise auch Populärwissenschaftliches oder Wissenschaftsgeschichte.

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Thomas Neubauer (books)'s books

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Carlo-Antonio Masala: Wenn Russland gewinnt (Paperback, Deutsch language, 2025, C.H.Beck)

März 2028: Russische Truppen erobern die estnische Kleinstadt Narwa und die Insel Hiiumaa in der …

Ein Szenario

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Das Buch beschreibt eine mögliche Zukunft nach einem Sieg Russlands in der Ukraine. Carlo Masala schreibt die aktuellen Entwicklungen fort und zeigt auf, wie Russland die Schwächen der NATO ausnutzen kann.

Die Geschichte liest sich wie ein Thriller und es ist gut vorstellbar, dass die Geschichte so kommen könnte. Interessanterweise gibt es aber schon jetzt ein paar Abweichungen in der "Real-Welt" und so bleibt die Hoffnung, dass es vielleicht nicht so eintritt.

Carlo Masala ist es wichtig, dass dies nur ein mögliches Szenario ist. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben und wir alle können einwirken, dass diese anders wird. Wichtig ist es, sich anhand verschiedener Szenarien Denkräume zu eröffnen und am Ende vielleicht andere Wege zu gehen.

Das Buch ist sehr lesenswert und ich hoffe, dass es bei einigen zu Erkenntnisgewinn und einem Umdenken führen wird.

Peter Pilz: Pilnacek: Der Tod des Sektionschefs (Hardcover, German language, 2025, ZACK Media GmbH)

Am 20. Oktober 2023 verstarb Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek in einem Seitenarm der Donau in der …

Das Buch wirkt nicht besonders gut strukturiert bisher. Entweder wurde es viel zu hastig geschrieben oder Pilz wollte aus wenig Grundmaterial mehr rausholen, als rauszuholen war.

Immer wieder kreist Pilz seitenlang um das gleiche Thema, dafür führt er zwar immer wieder andere Quellen und Zitate an, doch ist die grundsätzliche Aussage dann doch wieder dieselbe. Man fragt sich warum er nicht alle Aussagen zu einem gut strukturierten Kapitel zusammenfasst.

quoted Freie Geister by Ursula K. Le Guin (Hainish Universum-Reihe, #5)

Ursula K. Le Guin: Freie Geister (Paperback, German language, 2017)

Der große utopische Science-Fiction-Klassiker in kongenialer Neuübersetzung.

Ursula K. LeGuins ›Freie Geister‹ ist eine …

"Sie sind reich, Sie haben Besitz. Wir sind arm, bei uns herrscht Mangel. Sie haben, wir nicht. Hier ist alles schön. Bis auf die Gesichter. Auf Anarres ist nichts schön, aber die Gesichter sind schön. Die anderen Gesichter, die Männer und Frauen. Wir haben nichts als das, nichts als einander. Hier sieht man die Juwelen, dort sieht man die Augen. Und in den Augen sieht man die Schönheit, die Schönheit des menschlichen Geistes. Denn unsere Männer und Frauen sind frei - da sie nichts besitzen, sind sie frei. Und Sie, die Besitzenden, sind besessen. Sie sind alle im Gefängnis. Jeder für sich allein, einsam, mit einem Haufen Habseligkeiten. Sie leben im Gefängnis, Sie sterben im Gefängnis. Das ist alles, was ich in Ihren Augen sehe - die Mauer, die Mauer!"

Freie Geister by  (Hainish Universum-Reihe, #5) (Page 253)

quoted Freie Geister by Ursula K. Le Guin (Hainish Universum-Reihe, #5)

Ursula K. Le Guin: Freie Geister (Paperback, German language, 2017)

Der große utopische Science-Fiction-Klassiker in kongenialer Neuübersetzung.

Ursula K. LeGuins ›Freie Geister‹ ist eine …

Die Zweige der Obstbäume trugen rote Spitzen, und ein paar Knospen waren aufgeblüht, rosa und weiß. Shevek merkte, während er aus dem Zugfenster schaute, dass seine rastlose, rebellische Stimmung sich selbst der Schönheit dieses Tages widersetzte. Es war eine ungerechte Schönheit. Womit hatten die Urrasier sie sich verdient? Warum wurden sie so großzügig, so gnädig mit ihr beschenkt, während sein eigenes Volk so wenig, so schrecklich wenig bekam?

Ich denke schon wie ein Urrasier, sagte er sich. Wie ein verfluchter Propertarier. Als würde Verdienst das Geringste bedeuten. Als könnte man sich Schönheit, oder Leben, verdienen!

Freie Geister by  (Hainish Universum-Reihe, #5) (Page 229)

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quoted Freie Geister by Ursula K. Le Guin (Hainish Universum-Reihe, #5)

Ursula K. Le Guin: Freie Geister (Paperback, German language, 2017)

Der große utopische Science-Fiction-Klassiker in kongenialer Neuübersetzung.

Ursula K. LeGuins ›Freie Geister‹ ist eine …

Er bemühte sich, eine Einführung in die Wirtschaftslehre zu lesen, und fand sie unerträglich langweilig. Sie las sich, als erzählte jemand einen unendlich langen, dummen Traum. Er konnte sich nicht zwingen zu begreifen, wie Banken und dergleichen funktionierten, weil für ihn alle kapitalistischen Transaktionen so bedeutungslos waren wie die Riten einer primitiven Religion genau so barbarisch, umständlich und unnütz. In einem Menschenopfer an eine Gottheit konnte wenigstens eine verfehlte und schreckliche Schönheit liegen; in den Riten der Geldwechsler, in denen davon ausgegangen wurde, dass Gier, Faulheit und Neid sämtliche Handlungen der Menschen bestimmten, wurde selbst das Schreckliche banal.

Freie Geister by  (Hainish Universum-Reihe, #5) (Page 146)

quoted Freie Geister by Ursula K. Le Guin (Hainish Universum-Reihe, #5)

Ursula K. Le Guin: Freie Geister (Paperback, German language, 2017)

Der große utopische Science-Fiction-Klassiker in kongenialer Neuübersetzung.

Ursula K. LeGuins ›Freie Geister‹ ist eine …

Die Gebäude der Stadt waren einander fast durchweg ähnlich: schlichte, solide Bauten aus Stein oder gegossenem Schaumstein. Einige wirkten in Sheveks Augen ziemlich groß, doch wegen der häufigen Erdbeben war kaum eines mehr als eine Etage hoch. Aus demselben Grund waren die Fenster klein und aus einem zähen Silikonkunststoff, der nicht zersplitterte. Sie waren klein, aber zahlreich, denn es gab von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und je eine Stunde davor und danach kein künstliches Licht. Wenn die Außentemperatur 13 Grad Celsius überstieg, wurde nicht geheizt. Der Grund war nicht, dass in Abbenay mit seinen Windturbinen und dem von Erdwärme-Differenz-Ge-neratoren betriebenen Heizsystem die Energie knapp gewesen wäre, sondern vielmehr, dass sämtliche Bereiche der Gesellschaft zu sehr vom Prinzip organischer Wirtschaftlichkeit geprägt waren, als dass Ethik und Ästhetik hätten ausgenommen sein können. Exzess ist Exkrement, hatte Odo in der Analogie geschrieben. »Exkremente, die im Körper verbleiben, sind Gift.« Abbenay war giftfrei: eine schlichte Stadt, blankgeputzt, die Farben hell und hart, die Luft rein. Sie war still. Sie war ganz und gar zu sehen, lag so offen da wie verschüttetes Salz. Nichts war verborgen.

Freie Geister by  (Hainish Universum-Reihe, #5) (Page 111 - 112)